„Tiefer als der Tag gedacht"


Beiträge zur Ruhe in Bewegung

Tiefer als der Tag gedacht ist ein “Overnight-Residency-Projekt” im Schlafwagen-Einzelabteil des Nachtzuges zwischen den Städten Wien und Berlin, mit zehn Teilnehmer/innen aus den Bereichen Philosophie, Literatur, Musik, Bildender Kunst, Mathematik und Kulturgeschichte.

Sie wurden eingeladen, Projekte während der Zugreise und/oder in einer Postproduktion zu entwickeln, die sich mit dieser speziellen Situation auseinandersetzen. Die Arbeiten – Fotografien, Filme, Zeichnungen, Installationen und Texte – entstanden zwischen Stillstand und Bewegung, an einem spezifischen, unveränderten Ort, während einer Reise in der Nacht.

Die Teilnehmer/innen wurden in Hinblick auf ihre unterschiedlichen Disziplinen und Arbeitsweisen eingeladen. Die räumliche und örtliche Gegebenheit - „eine Fahrt durch die Nacht zwischen 2 Städten in einem Kabinett, das sich mit einem durch die Nacht bewegt“ - regte sie in ihren Arbeiten zu Überlegungen zu folgenden Themen an: Zeit, Wiederholung, Dauer, Stillstand, Verschränken von zeitlichen und räumlichen Koordinaten, Kurzweil, Reflexion und dem Motiv zur Hingabe. Die Teilnehmer/innen fuhren, jeder in einem Einzelabteil, zu unterschiedlichen Zeiten, im Zeitraum Mai bis September 2011, die Strecke Wien-Berlin bzw. Berlin-Wien.

Mit Norbert Artner, Cécile Belmont, Fritz Frassl, Georg Hamann, Gregor Guth, Matthias Klos, Wendelin Pressl, Fernando Riederer, David Schrittesser, Andrea van der Straeten und Monika Wulz.



Die Ausstellung wurde im November 2011 im Atelierhof Kreuzberg, Berlin und im Februar 2012 im "das weisse haus" in Wien gezeigt.

Idee/Konzept: Juliane Feldhoffer, Veronika Floch, Matthias Klos
Organisation/Realisation: Veronika Floch und Elisabeth Frassl